Das Ziel
Jede Organisation hat ihre eigenen Prioritäten und Anforderungen. Die MAP-Analyse lässt sich flexibel anpassen, um den individuellen Bedürfnissen jedes Kunden gerecht zu werden. Vor Beginn eines MAP erstellt der Kunde eine Liste mit Themen, um die Bewertungskriterien zu definieren. Diese Themen ermöglichen es beiden Parteien, sich auf die möglichst effektive Durchführung des MAP vorzubereiten. Ziel ist es, verbesserungsbedürftige Bereiche zu identifizieren, verschiedene Möglichkeiten des Anlagenmanagements zu nutzen und zur Erreichung von Exzellenz in der Instandhaltung beizutragen.
Typische Bereiche mit Verbesserungspotenzial, die sich nach der Lückenanalyse ergeben, sind unter anderem:
- Eine fehlerhafte Anwendung der Instandhaltungsstrategie und das Fehlen dokumentierter Instandhaltungsstrategien;
- Unvollständige, inkonsistente und fehlerhafte Daten im computergestützten Instandhaltungsmanagementsystem (CMMS) oder in der Master-Ausrüstungsliste (MEL);
- Stücklisten (BOM) sind nicht, nur teilweise oder inkonsistent ausgefüllt;
- Die Anlagenhierarchie ist nicht so strukturiert, dass sie die Effizienz bei der Datenanalyse, der Instandhaltungsplanung, der Erfassung von Störungen usw. fördert;
- Wartungsaufgaben;
- Wartungsintervalle.
Einige Wochen nach dem Termin mit dem Kunden wird gemeinsam ein Fahrplan erstellt. Dieser umfasst Meilensteine, einen Zeitplan und einen Zieldatum für die Umsetzung des Plans.

Dieser Fahrplan besteht aus zwei Phasen
Phase 1: Ermittlung der Verbesserungspotenziale.
Eine MAP vor Ort kann durch Rundgänge, Interviews und die Bewertung von Wartungsprogrammen durchgeführt werden und auch Kalibrierungs- und Validierungsdaten umfassen. Dabei kommt ein dreiteiliger Ansatz zum Einsatz:
- Es werden Interviews mit wichtigen Stakeholdern durchgeführt, angefangen bei Führungskräften, operativen Vorgesetzten, Koordinatoren, Wartungstechnikern und anderen relevanten Mitarbeitern, darunter Kalibrierungs- und Validierungsingenieure. Diese Interviews sind sorgfältig strukturiert und beziehen sich auf Bewertungsthemen und -kriterien. Während dieser Interviews kann der Interviewer zusätzliche Unterlagen anfordern, wie z. B. SOPs, Beispiele für Programme oder Prozesse.
- Die Durchführung von Wartungsarbeiten wird anhand der Planung, der Organisation, der Schichtbesprechungen und der tatsächlichen Ausführung präventiver/vorausschauender Wartungsaufgaben beobachtet. Sofern verfügbar, werden auch die vorab definierten KPIs genau im Auge behalten.
- Beobachtungen an den kritischen Anlagen werden festgehalten und können den tatsächlichen Zustand der Werkstätten und/oder Materiallager umfassen. Verfügbare Daten und technische Informationen, die während der Shadowing- und Mapping-Phase gesammelt wurden, werden auf Prozesskonformität und Vollständigkeit überprüft und bewertet. Die Ergebnisse werden erfasst und analysiert, um den „Ist-Zustand“ zu definieren.

Phase 2: „Improvements Deployment“ ist als die zukünftige Situation zu betrachten. In der „Improvements Deployment“-Phase liegt der Schwerpunkt auf der Implementierung von „Best-Practices“-Tools, um die definierten Lücken zu schließen.
Folgende Aspekte können optimiert oder implementiert werden:
- Rollen und Verantwortlichkeiten, wie z. B.: effektive Kommunikation, Prozessverantwortung und RCA (Root Cause Analysis);
- Datensysteme, wie z. B.: e-CMMS Maximo;
- Prozesse, wie z. B.: Workflow-Optimierung, aktuelle PMs;
- Neue Arbeitsweisen, beispielsweise die TPM-Methode, Change Management und/oder ECM (Engineering Changes Management).

Fazit
Die Gap-Analyse ist eine der effektivsten Methoden, um Wachstumschancen zu entdecken und Compliance-Probleme anzugehen. Unternehmen können ihre Ziele neu betrachten, um zu prüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind, diese zu erreichen.
Sie bietet Ihrem Unternehmen eine Strategie, die auf Daten, Normen und Best Practices der Branche basiert.
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